
Fast hätte es in den Nationalrat gereicht - es fehlten nur 263 Stimmen!
Ich freue mich riesig über mein gutes Wahlergebnis und im Speziellen über dasjenige aus dem Bezirk Bremgarten. Das tolle Ergebnis im Bezirk Bremgarten (5111 Stimmen) , wo mich die Leute eben kennen, ist für mich ein Vertrauensbeweis und eine Wertschätzung meiner jahrelangen politischen Arbeit. Dass Pascale Bruderer bereits im 1. Wahlgang den Ständeratssitz erobern konnte ist eine Sensation. Ich gratuliere ihr zu ihrem Spitzenresultat. Während meines intensiven Wahlkampfs war ich fast täglich auf der Strasse unter den Leuten und die vielen Begegnungen und Gespräche zeigten mir, dass es die SP braucht. Deshalb bin ich auch froh, dass wir uns weiterhin mit 3 Sitzen im Nationalrat für eine sozialere Schweiz und eine nachhaltige Energie- und Umweltpolitik einsetzen können.
Meine politische Arbeit werde ich nun im Kanton fortsetzen. Dort werde ich mich als nächstes für die Vorlage „Stärkung der Volksschule Aargau“ einsetzen, über welche das Stimmvolk nächstes Jahr abstimmen wird. Und in einem Jahr möchte ich bei den Grossratswahlen im Bezirk Bremgarten mit einem engagierten Team den 3.Sitz zurückholen, den wir letztes Mal verloren haben. Ich bin also nach wie vor voller Tatendrang, hoch motiviert und bleibe dran – es gibt noch viel zu tun!
Die Vereinigung Aargauischer Angestelltenverbände (VAA) hat an Ihrer Mitgliederversammlung beschlossen, sechs Kandidaturen für den Nationalrat und eine Kandidatur für den Ständerat zu unterstützen. In der VAA sind über 18`000 Angestellte des Kantons Aargau über ihre Arbeitnehmerorganisation organisiert.
Während meiner vierzehnjährigen Tätigkeit im Grossen Rat habe ich erlebt, dass ich mitgestalten und etwas bewegen kann, sei es durch politische Vorstösse oder durch meine Kommissionsarbeit. Das motiviert mich, mein politisches Engagement fortzuführen - auch auf eidgenössischer Ebene. Ich will mit meiner Kandidatur dazu beitragen, dass wir unsere Sitze in Bern halten und ausbauen können. Ich will einen leistungsfähigen Sozialstaat, einen starken Service public, eine nachhaltige Umweltpolitik und eine Demokratisierung der Wirtschaft. Das ist Politik für die Mehrheit der Bevölkerung. Deshalb braucht es eine starke SP auf allen Ebenen und vor allem mehr von uns. Dringend!
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In der Schweiz verfügen 3 % der privaten Steuerpflichtigen über gleichviel steuerbares Nettovermögen wie die übrigen 97 %. Gleichzeitig können laut Caritas rund eine Million Menschen ihre Existenz nicht aus eigener Kraft sichern und etwa 250 000 Kinder leben in armen Haushalten. Das ist ein Skandal. Es braucht deshalb eine Steuerpolitik, die den sozialen Ausgleich garantiert und genügend Ressourcen für Aus- und Weiterbildung zur Verfügung stellt, denn Bildung schafft die Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt. Seit ich 1997 in den Grossen Rat gewählt worden bin, befasse ich mich an vorderster Front mit Bildungs- und Steuervorlagen und ich habe an den rund 614 Grossrats- und 260 Kommissionssitzungen vor allem eines gelernt: "Nid lugg lo gwünnt" - auch wenn es manchmal mehrere Anläufe braucht.
Das heutige Energiesystem ist zu wenig nachhaltig. 2009 hat die Schweiz die unvorstellbare Menge von 243,8 Mrd. Kilowattstunden verbraucht. Ohne erneuerbare Energien und einen sparsamen Umgang mit Energie geht es nicht mehr, sonst wird der Verbrauch weiter steigen. Die dezentrale Stromproduktion aus Sonne, Wind, Kleinwasserkraft und Biomasse fristet in der Schweiz seit Jahrzehnten ein Mauerblümchendasein. Die Stromwirtschaft setzte auf grosse Atom- und Wasserkraftwerke und verhinderte auf nationaler Ebene in zahlreichen Abstimmungskämpfen und Parlamentsdebatten alle politischen Vorstösse, welche die Stromverschwendung eindämmen und der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien einen kräftigen Schub geben wollten.

Die Nutzung von Holz, solar erzeugter Wärme, Stromerzeugung durch Photovoltaik, Windenergie, die Geothermie und die Nutzung von Biogas aus pflanzlichen Abfällen müssen stärker als bisher gefördert werden. Strom aus Wind, Sonne und Biomasse muss dereinst den Atomstrom ersetzen. Die Potentiale der Zukunftsenergien sind vorhanden. Ich will mich dafür einsetzen, dass wir mit dem Zubau heute beginnen, damit wir auf Atomkraftwerke verzichten können.
